Kann ein Stein lebendig sein? Was zunächst wie ein Widerspruch klingt, verwendet Petrus als starkes Bild für Jesus Christus und für uns als seine Nachfolger: Jesus ist der lebendige Eckstein, auf dem Gott seine Gemeinde baut. Und wir selbst sind «lebendige Steine», die zu einem geistlichen Haus zusammengefügt werden (1Pe 2,4–5).
Seit Pfingsten wohnt Gott nicht mehr in einem von Menschen erbauten Tempel. Seine Gemeinde ist der geistliche Tempel, dessen Fundament und Ausrichtung Jesus Christus ist. Dabei hat jeder einzelne Gläubige seinen Platz und seine Aufgabe: Mit unseren unterschiedlichen Gaben dürfen wir zum Aufbau der Gemeinde beitragen.
Petrus geht aber noch weiter: Wir sind nicht nur lebendige Steine, sondern eine «königliche Priesterschaft». Wir haben durch Jesus direkten Zugang zu Gott und dürfen ihm geistliche Opfer bringen, indem wir uns ihm zur Verfügung stellen, ihn loben und ihm danken, anderen Gutes tun und für sie beten. Nicht um uns Gottes Gunst zu verdienen, sondern als dankbare Antwort auf seine Liebe.
In meiner letzten Predigt in der Kirche Bild habe ich deshalb drei Fragen gestellt, die uns auch im Alltag begleiten können: Wo lasse ich mich als lebendiger Stein zum Segen für andere einsetzen? Lebe ich im Bewusstsein des Vorrechts, Priester oder Priesterin vor Gott zu sein? Und ist es mir eine Freude, Gott aus Dankbarkeit mit Mund und Hand zu dienen?
Die ganze Predigt «Lebendige Steine im geistlichen Tempel» kann hier angehört werden:
26-09-26-Lebendige-Steine
0 Kommentare