66 Und als es Tag geworden war, versammelten sich die Ältesten des Volkes, die obersten Priester und Schriftgelehrten, und führten ihn vor ihren Hohen Rat; und sie sprachen: 67 Bist du der Christus? Sage es uns! Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich es euch sagte, so würdet ihr es nicht glauben; 68 wenn ich aber auch fragte, so würdet ihr mir nicht antworten, noch mich loslassen. 69 Von nun an wird der Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der Macht Gottes. 70 Da sprachen sie alle: Bist du also der Sohn Gottes? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt es, denn ich bin es! 71 Da sprachen sie: Was brauchen wir ein weiteres Zeugnis? Denn wir haben es selbst aus seinem Mund gehört! (Lukas-Evangelium 22:66-71)

Die gesamte politische (Älteste des Volkes) und religiöse Elite (obersten Priester und Schriftgelehrte) vom damaligen Israel versammelte sich und führte Jesus in aller Frühe vor die höchste richterliche Instanz, welche sie unter römischer Herrschaft haben durften: das Synedrium. Einzig die Todesstrafe durften sie nicht vergängen, da dies der römischen Gerichtsbarkeit vorbehalten war.

Lukas fasst die Verhandlung auf die zwei zentralen Fragen und die Antwort Jesu zusammen.

1. Frage: „Bist du der Messias (Christus, Gesalbte)?“. Im AT ist der Gesalbte Gottes in diversen Stellen vorausgesagt und die Juden hatten in etwa eine Vorstellung, wie ihr Retter sein müsste. Jesus passte nicht in Ihre Vorstellungen, sie erwarteten einen Anführer, welcher sie von den Römern befreite. Sie verstanden nicht, dass zuerst das Problem der innewohnenden Sünde gelöst werden musste. Jesus antwortet, indem er von sich als den Sohn des Menschen spricht, welcher unmittelbar vor der Inthronisation im Himmel steht. Er spricht dabei die Prophezeiung in Daniel 7:13-14 an. Er bejaht damit indirekt die Frage.

2. Frage: „Bist du der Sohn Gottes?“. Aufgrund von Psalm 2 gab es in den Ansichten eine Überschneidung vom Messias und dem Sohn Gottes. Der Sohn Gottes als 2. Person der Gottheit konnten jedoch von den Juden nicht verstanden und akzeptiert werden. Dies war in ihren Augen eine Gotteslästerung. Jesus beantwortet diese Frage auch bejahend.

Wie können diese beiden Fragen für uns persönlich umformulieren: Glaubst Du von ganzem Herzen, dass Jesus der Messias Gottes und der Sohn Gottes ist?

 

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