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Neues Leben

Jesus sagt: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt!

Daniel 2:1-13 - Nebukadnezars beunruhigender Traum

Posted by hansruedi.tremp on 7. Juli 2012
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1 Und im zweiten Jahr der Regierung Nebukadnezars hatte Nebukadnezar Träume, sodass sein Geist sich beunruhigte und er nicht mehr schlafen konnte. 2 Da befahl der König, man solle die Traumdeuter und die Wahrsager, die Zauberer und die Chaldäer zusammenrufen, damit sie dem König seine Träume verkündeten. So kamen sie und traten vor den König. 3 Da sprach der König zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, und mein Geist ist beunruhigt, bis ich den Traum verstehe! 4 Hierauf gaben die Chaldäer dem König auf Aramäisch zur Antwort: O König, mögest du ewig leben! Erzähle deinen Knechten den Traum, so wollen wir die Deutung verkünden! 5 Der König antwortete den Chaldäern: Mein Entschluss steht unwiderruflich fest: Wenn ihr mir nicht den Traum samt seiner Deutung verkündet, so sollt ihr in Stücke zerhauen und eure Häuser zu Misthaufen gemacht werden; 6 wenn ihr mir aber den Traum und seine Deutung verkündet, so sollt ihr von mir Geschenke und Gaben und große Ehre empfangen. Darum sagt mir den Traum und seine Deutung! 7 Da antworteten sie zum zweiten Mal und sprachen: Der König möge seinen Knechten den Traum erzählen, so wollen wir die Deutung verkünden! 8 Der König antwortete und sprach: Ich weiß nun sicher, dass ihr Zeit gewinnen wollt, weil ihr seht, dass mein Entschluss unwiderruflich feststeht. 9 Wenn ihr mir den Traum nicht mitteilt, so bleibt für euch nur ein Urteil; denn ihr habt euch vorgenommen, lügenhafte und trügerische Worte vor mir zu reden, bis sich die Zeiten ändern. Darum sagt mir den Traum, damit ich weiß, dass ihr mir auch die Deutung verkünden könnt! 10 Die Chaldäer antworteten vor dem König und sprachen: Es gibt keinen Menschen auf Erden, der verkünden könnte, was der König befiehlt; deshalb hat auch nie irgendein großer und mächtiger König so etwas von irgendeinem Traumdeuter, Wahrsager oder Chaldäer verlangt! 11 Denn die Sache, die der König verlangt, ist schwer. Es gibt auch niemand, der es dem König mitteilen könnte, ausgenommen die Götter, deren Wohnung nicht bei den Menschen ist! 12 Hierüber wurde der König aufgebracht und sehr zornig, und er befahl, alle Weisen von Babel umzubringen. 13 Und der Befehl ging aus, und die Weisen von Babel sollten getötet werden; und man suchte auch Daniel samt seinen Gefährten, um sie zu töten. Daniel 2:1-13

Ab Vers 4 bis und mit Kapitel 7 ist in Aramäich abgefasst. Dies war zu dieser Zeit die vorherrschende Handels- und Vekehrssprache des Vorderen Orients. Die Bedeutung kann sein, dass dieser Abschnitt besonders an die Heiden gerichtet ist, welchen eine Verantwortung als führende Nationen und in der Voranstellung gegenüber Israel gegeben ist. Sie sollten aus diesen Kapiteln lernen, dass schlussendlich Gott hinter allem steht und Er Könige ein und absetzt (siehe besonders 2:21).

Wie zu Josefs Zeiten dem Pharao in Ägypten (siehe 1. Mose 41), gab Gott Nebukadnezar einen Traum, welchen ihn stark beunruhigte. Er wusste instinktiv, dass dieser Traum von wichtiger Bedeutung war, konnte aber keine Bedeutung sehen. Es ist nicht klar, ob Nebukadnezar sich nicht mehr an den Traum erinnern konnte oder ob er seinen Traumdeutern misstraute. Es kann auch sein, dass er sich dieser entledigen wollte, da die meisten aus der Zeit von seinem Vater waren und er befürchtete, dass diese für seinen Thron gefährlich werden könnten.

Der Begriff Chaldäer kann sich sowohl auf die Nation als auch auf die Gruppe der Wahrsager und Traumdeuter beziehen. Das letztere ist hier der Fall. Seit der Gründung von Babel (siehe 1. Mose 11:1-9) war die Auflehnung gegenüber Gott und die von dem Schöpfer unabhängige Suche nach der Zukunft und dem Glück (was ja die Astrologie darstellt) ein fester Bestandteil jener Kultur. Sie alle mussten nun aber zugeben und feststellen, dass das Anliegen des Königs unmöglich für Menschen war. Nebukadnezar selbst zeigt seine Unsicherheit und seine Unruhe sowie seine unkontrollierte Zornesausbrüche (siehe dazu die Werke des Fleisches, d.h. des natürlichen Menschen in Galater 5:19-21).

 

3 Und der König befahl Aspenas, dem Obersten seiner Kämmerer, dass er ihm etliche von den Söhnen Israels bringen solle, die von königlichem Samen und von den Vornehmsten sein sollten, 4 junge Männer ohne Makel, schön von Gestalt und klug in aller Weisheit, einsichtsvoll und des Wissens kundig, die tüchtig wären, im Palast des Königs zu dienen, und dass man sie in der Schrift und Sprache der Chaldäer unterwiese. 5 Diesen bestimmte der König den täglichen Unterhalt von der feinen Speise des Königs und von dem Wein, den er selbst trank, und [ordnete an], dass man sie drei Jahre lang erziehen sollte und dass sie danach dem König dienen sollten. 6 Unter ihnen befanden sich von den Söhnen Judas Daniel, Hananja, Misael und Asarja. 7 Diesen gab der oberste Kämmerer andere Namen; und zwar nannte er Daniel »Beltsazar«, Hananja »Sadrach«, Misael »Mesach« und Asarja »Abednego«. Daniel 1:3-7

Aspenas war der Oberste der engsten Diener des Köngis, der Eunuchen. Wahrscheinlich wurden diese jungen Männer aus den vornehmen Häusern von Jerusalem kastriert, damit sie als Eunuchen am Hofe Babylons dienen konnten. Dies wäre eine mögliche Erklärung, weshalb bei Daniel nie die Rede von einer Ehefrau und Kindern ist.

In 3 Jahren intensiven Studiums wurden diese jungen Juden in die damalige Weisheit und Sprache (inkl. Schrift) der Chaldäer eingeführt. Chaldäa und Babylon werden in der Bibel austauschbar verwendet.

Daniel und seine 3 Freunde befanden sich darunter. Als Zeichen der Macht und der Verfügungsgewalt gaben die Babylonier jedem dieser jungen Männer neue Namen. Die Namen hatten zu dieser Zeit immer auch eine Bedeutung und waren eng mit dem Glauben verbunden. So ist auch ein Vergleich der Bedeutung der Namen interessant, da die hebräischen Namen den Glauben an Jahwe, den im AT bezeugten Gott zeigt. Die erhaltenen Namen hingegen ehren die Götter der Babylonier.

  • Daniel hebr. »Gott ist mein Richter«; Beltsazar babyl. Belet-schar-ussur:»Die Herrin [Gemahlin Baals] bewahre den König«.
  • Hananja hebr. »Der Herr ist gnädig«; Sadrach geht zurück auf den Namen des obersten babyl. Gottes »Marduk«.
  • Misael hebr. »Wer ist wie Gott?«, Mesach viell. babyl. »Wer ist wie [der Mondgott] Aku?«.
  • Asarja hebr. »Der Herr ist meine Hilfe«, aram. Abednego »Knecht des Scheinenden«, eine Bezeichnung des babyl. Gottes der Schreibkunst, Nabu.

Daniel 1:1-2 - 1. Wegführung durch die Babylonier (605 v. Chr.)

Posted by hansruedi.tremp on 14. Juni 2012
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1 Im dritten Jahr der Regierung Jojakims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König von Babel, nach Jerusalem und belagerte es. 2 Und der Herr gab Jojakim, den König von Juda, in seine Hand, auch einen Teil der Geräte des Hauses Gottes; diese führte er hinweg in das Land Sinear, in das Haus seines Gottes; und er brachte die Geräte in die Schatzkammer seines Gottes. 3 Und der König befahl Aspenas, dem Obersten seiner Kämmerer, dass er ihm etliche von den Söhnen Israels bringen solle, die von königlichem Samen und von den Vornehmsten sein sollten. (Daniel 1:1-3)

Den geschichtlichen Parallelbericht finden wir in 2.Könige 24:1-4. Jojakim wurde unter der Herrschaft des Pharao Necho aus Ägypten eingesetzt, welcher als Zeichen seiner Überlegenheit seinen Namen von Eljakim zu Jojakim änderte (siehe 2. Könige 23:33-34). Im dritten Jahr seiner Regierung besiegte Nebukadnezar die Ägypter in der Schlacht von Karkemisch und erhielt so die Vormachtstellung im vorderen Orient.

Gott liess die Unterjochung Jerusalems durch Nebukadnezar als Gericht zu. In der Zeit der Assyrer griff Gott auf die Fürbitte des gottesfürchtigen Königs Hiskias ein (siehe Jesaja 36-38) und sie konnten Jerusalem nicht einnehmen. Leider war es genau dieser König, welcher danach einer Gesandschaft von Babel alle seine Schätze anstatt die Grösse Gottes zeigte. Gott liess dann durch Jesaja das Gericht ankündigen, dass genau die Babylonier diese Schätze wegführen werden (siehe Jesaja 39).

Aufgrund der vorherrschenden Gottlosigkeit in ihrem praktischen Lebensstil sowohl des Königs als auch der Mehrheit des Volkes, gab Gott auch Juda in die Hände von heidnischen Herrschern. Denken wir immer daran, dass Gottesfurcht und ein gottesfürchtiger Wandel in Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit die Verheissung des Segens Gottes hat.

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