20 Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren belagert seht, dann erkennt, daß seine Verwüstung nahe ist. 21 Dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist; und wer in Jerusalem ist, der ziehe fort aus ihr; und wer auf dem Land ist, der gehe nicht hinein in sie. 22 Denn das sind Tage der Rache, damit alles erfüllt werde, was geschrieben steht. 23 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not im Land sein und Zorn über dieses Volk! 24 Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwerts und gefangen weggeführt werden unter alle Heiden. Und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind. (Luk 21:20-24)

Die Juden haben im allgemeinen als Volk ihren Messias, Jesus Christus, verworfen. Dies hat das Gericht bzw. den Zorn Gottes über Sie gebracht. Das Gericht bzw. den Zorn Gottes ist aber auch über jedermann, welcher den Herrn Jesus Christus nicht im Glauben als seinen persönlichen Herrn und Heiland annimmt und sich Ihm unterwirft (siehe dazu die klaren Worte von Johannes in seinem Evangelium in Kapitel 3:36).

Diese Prophezeihung über Jerusalem hat sich wortwörtlich im Jahre 70 erfüllt. Die an Jesus Gläubigen erinnerten sich an diese Worten und flohen aus Jerusalem und entkamen so dem Massaker, welches die Römer anrichteten. Die Juden sind in alle Welt zerstreut worden. Aus Gnade und als Hinweis auf die bevorstehende Wiederkunft Christi ist ein Teil von Israel wieder in ihrem Land. Es ist aber immer noch die Zeit der Heiden und so muss auch das irdische Volk Gottes, nämlich Israel, leiden und ist unter Druck. Dies wird in der Trübsalzeit, unmittelbar vor dem Kommen Jesu in Herrlichkeit, zunehmen.