1 Es nahte aber das Fest der ungesäuerten Brote, das man Passah nennt. 2 Und die obersten Priester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn umbringen könnten; denn sie fürchteten das Volk. 3 Es fuhr aber der Satan in Judas, der mit Beinamen Ischariot genannt wird, welcher aus der Zahl der Zwölf war. 4 Und er ging hin und besprach mit den obersten Priestern und den Hauptleuten, wie er ihn an sie ausliefern wollte. 5 Und sie waren erfreut und kamen überein, ihm Geld zu geben. 6 Und er versprach es und suchte eine gute Gelegenheit, um ihn ohne Volksauflauf an sie auszuliefern. (Lukas 22:1-6)

Das Passah-Fest wurde und wird jedes Jahr von den Juden gefeiert im Gedenken an die Befreiung aus der Skalverei in Aegypten. Siehe dazu 2. Mose 12. Das Passah-Lamm zeigte profetisch auf das Leiden und den stellvertretenden Tod unseres Herrn Jesus Christus hin (siehe 1. Korinther 5:6-8). Die Kapitel 22 und 23 sind die Passionskapitel, d.h. das Leiden und Sterben des Herrn Jesus.

Ein trauriges Kapitel ist dabei der Verrat von Judas Ischariot. Sein Herz war nicht aufrichtig. Sein Problem war die Habsucht (siehe dazu Johannes 12:4-6). So suchte er heimlich die Feinde Jesu, um mit Ihnen bezüglich des Verrats und der Bezahlung übereinzukommen. Es heisst: "sie waren erfreut". Hier ist wirklich die Frage, was ist der Grund für unsere Freuden? Freuen wir uns an der Ungerechtigkeit (siehe dazu 1. Korinther 13:4-6) oder an der Gerechtigkeit. Leider zeigt sich bei den Verantwortlichen des Volkes, dass sie Menschenfurcht anstatt Gottesfurcht haben.

Gebet: Herr, bewahre mein Herz vor Habsucht, lass mich offen und ehrlich sein und dem Herrn alles bekennen, damit Er mich durch seinen Heiligen Geist umgestalten kann. Herr lass mich Dich fürchten und nicht die Menschen um mich herum.